Musterbild Musterbild

 

 

 

16.08.2017

 
  Sonderverein der Strassertaubenzüchter * Mühlberg 72 06528 Brücken-Hachpfüffel

 

Rundschreiben des Zuchtausschusses

Gerald Wudi
Mühlberg 72
06528 Brücken-Hackpfüffel
Tel. 034656/31531
Mail: service@kompost-hackpfueffel.de

 
 

 

Sehr geehrte Zuchtfreunde,

auf der Zuchtausschusssitzung am 17.06.2017 in Aschersleben wurden folgende Änderungen bei der Bewertung unserer Strassertauben, den zur Sonderrichterschulung anwesenden Sonderrichtern, Bezirksvorsitzenden und Zuchtwarten der Bezirke vorgetragen und nach intensiver Diskussion beschlossen.

So gelten ab sofort bei der Bewertung nachstehende Einstufungskriterien:

  1. Farbspritzer auf dem Flügelschild bei Rotfahlen und Gelbfahlen 1,0 werden zugunsten einer intensiven Bindenfarbe und des gewünschten Farbstoffs im Latzbereich nicht als Mangel gewertet, sondern je nach Intensität der Spritzer, im „SG" Bereich abgestuft. Täuber mit wenigen Spritzern können bis 96 Pkt. und Tiere mit leichten bis keinen Spritzern auf dem Schild können mit 97 Pkt. bewertet werden.
     
  2. Im Jahr 2011 wurde vom Zuchtausschuss vorgeschlagen, Tiere mit Schwingenrost im blaugehämmerten und blaudunkelgehämmerten Farbenschlag, die bis 96 Pkt. bewertet wurden, auf maximal 95 Pkt. herabzusetzen, was auch bestätigt wurde. Da diese Maßnahme nicht den erwünschten Effekt brachte, sondern zu einem Rückgang der Meldezahlen führte, wurde diese Regelung zurück genommen, so können Tiere mit etwas Schwingenrost wieder bis 96 Pkt. bewertet werden.
     
  3. Im Farbenschlag blau mit schwarzen Binden wurde Binden.- und Schwingenrost als „Mangel" eingestuft und diese Tiere konnten keine Note im SG–Bereich bekommen. Hierzu wurde schon vor längerer Zeit von den Züchtern dieses Farbenschlages der Antrag, auf Lockerung der Regelung, gestellt, da sehr viele Tiere mit jeder Mauser etwas mehr Schwingenrost hervor bringen. Nach intensiver Diskussion mit den Sonderrichtern, entstand mehrheitlich die Meinung, leichten Schwingenrost, je nach Intensität, aber nur bei Alttieren, wie bei gehämmert bis 96 Pkt. zu bewerten. Bei Jungtieren gilt Schwingenrost weiterhin als Mangel und kann nur bis max. 92 Pkt. bewertet werden. Bindenrost wird wie bisher bei allen Schwarzbindigen als Mangel angesehen (auch bei Alttieren).
     
  4. Des Weiteren entstand mehrheitlich die Meinung aufgehellte Ortfedern im roten Farbenschlag nicht mehr als Mangel einzustufen und wie vorher solche Tiere bis max. 95 Pkt. zu bewerten. Bläulich angelaufene Schwanz.- und Keilfarbe wird weiter nicht toleriert und hat die Note „G" zur Folge.

Des Weiteren ist geplant zur HSS in Straßkirchen mit den Züchtern der gesäumten Farbschläge, vordringlich der Schwarzgesäumten, über die Vorgehensweise wie z.B. bei gesäumten Bauch.- und Schenkelgefieder oder nicht vollständig durchgezeichneten Rücken usw., zu beraten. Dazu lade ich schon hiermit die Züchter dieser Farbenschläge und Sonderrichter rechtherzlich ein und hoffe auf eine rege Beteiligung. Der genaue Ort und Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.

Das sind die Veränderungen die wir im SV der Strassertaubenzüchter zur weiteren positiven Entwicklung unserer schönen Formtaube, als sinnvoll halten und nach intensiven Diskussionen beschlossen haben. Wobei wir unsere anderen „Schwerpunkte", vornehmlich Haltung, Feder, Form, Kopf und Farbe mit Lack, natürlich nicht außeracht lassen werden.

Des Weiteren wurde der Preisrichter, Zuchtfreund Peter Delle aus dem Bezirk 11, einstimmig als Sonderrichteranwärter, bestätigt. Weiterhin ist geplant dass unser Sonderrichteranwärter Sacha Lutz, auf der HSS in Straßkirchen, seine Prüfung zum Sonderrichter ablegen wird.

Gerald Wudi

 
 

 
  Sonderverein der Strassertaubenzüchter * Mühlberg 72 06528 Brücken-Hachpfüffel

Gerald Wudi
Mühlberg 72
06528 Brücken-Hackpfüffel

Tel. 034656/31531

gerald.wudi@gmx.de

 
 

 

Rundschreiben

Sehr geehrte Zuchtfreunde !

 

Das letzte Jahr stand für uns Rassegeflügelzüchter unter keinem guten Stern.

Es war beherrscht von den Auswirkungen der Vogelgrippe und der dazugehörigen Behördenwillkür.

Viele unserer Zuchtfreunde züchteten das Jahr über schöne und hoffnungsvolle Jungtiere und erwarteten gespannt die anstehende Schausaison. Konnten einzelne Bezirksschauen noch stattfinden, so wurden die Höhepunkte, die Nationale in Leipzig und, was uns am meisten schmerzte, unsere Hauptschau in Neudrossenfeld untersagt. Beide Ausstellungen warfen dann auch ihre Schatten auf die kurz zuvor stattfindende VDT Schau in Erfurt, so das Erfurt mit nur 160 Strassern keine umfassende Aussagekraft über den tatsächlichen Zuchtstand unserer Strasser hatte, da der direkte Vergleich fehlte, was in keinster Weise die gezeigten Tiere herabwürdigen soll.

Da von den Behörden bzw. deren Beratern, der alljährliche Vogelzug (immer noch) als Auslöser und Verbreiter der Vogelgrippe angesehen wird, ist damit die Möglichkeit eines erneuten Ausbruchs gegeben und somit ein Ausstellungsverbot zu befürchten. So wurde eine Vorverlegung, vor den Beginn des Vogelzuges, von Geflügelschauen (auch reinen Taubenschauen) angeraten.

Dies war dann auch der Grund der Rückgabe unserer Hauptschau 2017, durch die Ausstellungsleitung um Ausstellungsleiter Armin Eggers in Neumünster war, da er einen früheren Termin nicht garantieren konnte.

Um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Ausfalls der HSS zu vermeiden, wurde nach einer Beratung mit den Vertretern aller Bezirke, der Vorstand beauftragt, einen Ausrichter für die 60. Hauptsonderschau zu einem vertretbar frühem Termin zu finden. So konnte Straßkirchen als Ausrichter, für den 27. – 29. Oktober 2017, gewonnen werden. Nach 2010 und 2015 ist es die dritte HSS unseres SV, die Franz Hiergeist und seine Crew durchführen. Ich bin überzeugt, dass es auch 2017 wieder ein würdiger Höhepunkt für alle Strasserfreunde wird. Dieser zeitige Schautermin ist natürlich für unsere Tauben alles andere als optimal. Es geht aber leider nicht anders, wenn wir keinen erneuten Ausfall riskieren wollen.

Da natürlich zu einem so frühen Zeitpunkt nur wenige Tiere ihre Schaureife erreicht haben, werden wir zu dieser Ausstellung ein wesentlich höheres Maß an Zugeständnissen, bei der Gefiederfertigkeit wie auch, je nach Anzahl der Nestschwingen, bei der Augenfarbe machen. Hierzu herrschte im Zuchtausschuss Einigkeit und auch die Sonderrichter werden zu ihrer Schulung am 17. und 18. Juni speziell eingewiesen.

Um unserer 60. Hauptsonderschau den gewohnt würdigen Rahmen zu verleihen, möchte ich schon heute an alle Zuchtfreunde die Bitte richten, sich mit ihren Tieren an der Schau zu beteiligen.

In der Hoffnung bei (recht) vielen Zuchtfreunden für unsere 60. Strasserhauptschau ein offenes Ohr gefunden zu haben, erwarte ich ein „Strasserfest“ in Straßkirchen und verbleibe mit den besten Wünschen für das laufende Zuchtgeschehen und auf ein gesundes Wiedersehen zur Ausstellung.

Gerald Wudi